Herdentier Mensch

herdentriebWie wir sind, und wie wir anders werden können – Warum wir den Kritischen Rationalismus brauchen ! – Bei einer Wanderung im schönen Taunus bei Wiesbaden – mit einer sehr belesenen und intelligenten Frau, bin ich zum ersten Mal auf den Begriff „Kritischer Rationalismus“ gestoßen. Wir hatten einen tiefgehenden Diskurs darüber, warum die Menschen so sind, wie sie sind. Dabei ging es nicht darum, einen neuen Menschen zu kreiren, nach unseren Wunschvorstellungen gewissermassen, sondern wir gingen der Frage nach, warum öffentliche Manipulation in Wort und Bild wirken, wie Meinung transportiert wird, Menschen sich existentiellen Problemen stellen ( Wirtschafts- und Finanzkrise ) und welche Antworten die Philosophie auf dieses dem Menschen imanente Problem des Nichtverstehens hat.
Es scheint, daß dem Menschen ein Gen des Herdentriebsverhalten zu eigen ist, das ihn daran hindert, die Dinge kritisch zu betrachten – sei es in den Religionswissenschaften, der Gesellschaftswissenschaften oder wie zur Zeit zu beobachten ist, in der Politik. In der Literatur scheint mir der Kritische Rationalismus gewissermassen als Handbuch für die alltägliche Praxis im Umgang mit medialer Verkündigung von Sachverhalten und deren Problemlösung zu sein – ein Manual zum Erlernen kritischen „Durch“-denkens.

Karl Popper und Hans Albert sind maßgeblich an der Entwicklung des Kritischen Rationalismus beteiligt. Beide Philosophen außerordentlicher Qualität. Mit ihrer philosophischen Theorie des „Kritischen Rationalismus“ ein Rahmenprogramm quasi zum kritischen Denken. Der Kritische Rationalismus gilt nach Albert für die gesamte menschliche Praxis. So sieht auch Popper keinen wesentlichen Unterschied zwischen Natur- und Sozialwissenschaften :

„Die Methode der Sozialwissenschaften wie auch die der Naturwissenschaften besteht darin, Lösungsversuche für ihre Probleme – die Probleme, von denen sie ausgeht – auszuprobieren. Lösungen werden vorgeschlagen und kritisiert. Wenn ein Lösungsversuch der sachlichen Kritik nicht zugänglich ist, so wird er eben deshalb als unwissenschaftlich ausgeschaltet, wenn auch nur vorläufig“. ( Popper )

Weiter meint Popper : „Wenn er einer sachlichen Kritik zugänglich ist, dann versuchen wir ihn zu widerlegen; denn alle Kritik besteht in Widerlegungsversuchen. Wenn ein Lösungsversuch durch unsere Kritik widerlegt wird, so versuchen wir es mit einer anderen. Wenn er der Kritik standhält, dann akzeptieren wir ihn vorläufig; und zwar akzeptieren wir ihn vor allem als würdig, weiter diskutiert und kritisiert zu werden. Die Methode der Wissenschaft ist also die des tentativen Lösungsversuchs ( oder Einfalls ) , der von der schärfsten Kritik kontrolliert wird. Es ist eine kritische Fortbildung der Methode des Versuchs und Irrtums ( trial and error ) “ .

Was nun die Politik anlangt, meint Popper : „Das Charakteristische ist gerade die Verbindung meiner Erkenntnistheorie und meiner Wissenschafts-philosophie mit meiner politischen Philosophie. Die Hauptthese meines ersten Buchs „Logik der Forschung“ kann man so formulieren : Wir können von unseren Fehlern lernen. … Es ist eine These meiner Wissenschafts-theorie, daß in der Wissenschaft noch etwas Besonderes dazukommt, nämlich der bewußte kritische Versuch, unsere Theorien zu falsifizieren. … Charakteristisch für meine politische Philosophie ( sie ist sehr einfach ) ist, daß man in der Politik dasselbe tun soll“.

Über das bekannte Falsifikationsprinzip der Wissenschaften hinaus zieht Popper die gesellschaftlich-politische Konsequenz einer Stückwerk-Sozialtechnologie. „Piecemeal social engineering“ heißt ein Problemlösungsverhalten, das innerhalb der Gesellschaft soziale Institutionen als Problemlösungsversuche ansieht. Die klassische Frage der politischen Philosophie, „wer herrschen solle„, spielt für den Kritischen Rationalismus keine Rolle mehr, da sie ihr zufolge falsch gestellt sei. Vielmehr sollten wir fragen, wie wir politische Institutionen organisieren können, um den Schaden schlechter oder unfähiger Herrschaft möglichst gering zu halten. Popper betrachtet die Politik, nach der summum bonum ( dem Bestmöglichen ) zu streben, als utopisch und verwirft sie. Stattdessen müsse man die jeweils dringendsten Übel der Gesellschaft bekämpfen, d.h. die rationale Politik muß immer eine Politik schrittweiser Reformen sein, die nicht auf die Verwirklichung irgendeines idealen Zustandes, sondern die Beseitigung eines Übelstandes, einer gesellschaftlichen Ungerechtigkeit abzielen. Durch diese Politikkonzeption wird Popper oft als „negativer Utilitarist“ ( einer, der sich stets nur nach dem Nützlichen richtet ) bezeichnet. Aber Popper hat auch etwas, was er positiv zu bewahren weiß:

Seine zwei sozialphilosophischen Hauptwerke „Das Elend des Historizismus“ und „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ bringen das Poppersche Ideal der „offenen Gesellschaft“ zum Ausdruck, wo die liberaldemokratische Gesellschaft gegen diktatorische, totalitäre Herrschaft verteidigt wird. In dieser Hinsicht würde, so glaube ich, der „Freiheitskämpfer“ Popper sich nicht scheuen, als „Idealist“ bezeichnet zu werden, obwohl er den „deutschen“ Idealismus Hegelscher Abstammung hart attackiert.

Auch Albert sieht Politik ähnlich wie Popper und verlangt, daß die Methode der Wissenschaft auch die Methode der Politik sein müsse. Allerdings bestehe das Problem der Überbrückung zwischen Erkenntnis und Entscheidung, zwischen Theorie und Praxis, das Albert mit Hilfe sogenannter Brückenprinzipien lösen will. Zwei Brücken- prinzipien scheinen für Albert zentral zu sein : Das erste bezieht sich auf die Realisierbarkeit und heißt:

Sollen impliziert Können„. Das zweite ist das „Kongruenz-Postulat„, das auf die Übereinstimmung zwischen kognitiver Bereich und normativem Bereich hinweist.

Zusammengefaßt hat der Kritische Rationalismus folgende Komponenten als methodisches Programm rationaler Politik : ( nach Popper/Albert )

  1. Politik soll nur durch schrittweise Gesellschaftsreform betrieben werden und jeder Beteiligte soll kompromißbereit sein, da alle politischen Meinungen und Entscheidungen fehlbar sind. Dogmatisierung bisheriger Politik ist aus demselben Grund verwerflich. ( KONSEQUENTER FALLIBILISMUS )
  2. Soziale Konflikte sollen als zu lösende Problemer aufgefaßt und möglichst gewaltlos durch rational-kritische Diskussion gelöst werden. Pluralismus, Meinungsverschiedenheit, stets nach Alternativen suchende Phantasie oder Offenheit gegenüber jeglicher Kritik sind Komponenten der rationalen Politik. Voraussetzungen zur Verwirklichung der rationalen Politik sind institutionelle Ermöglichung und Sicherung von allen diesen Komponenten. ( METHODISCHER RATIONALISMUS )
  3. Man soll in der Politik immer ihre Realisierbarkeit im Auge behalten. Utopischer Radikalismus, sei er holistisch, sei er revolutionär, ist verwerflich. ( KRITISCHER REALISMUS )

Neben solchen eher formalen überlegungen findet man bei Popper aber auch inhaltliche Äußerungen über politische Prioritäten :

  • Die Freiheit des Einzelnen müsse möglichst maximiert werden.( politischer Liberalismus )
  • Beseitigung der dringlichsten gesellschaftlichen Übel müsse Priorität haben. ( negativer Utilitarismus )
  • Aufgabe der Politik sei es, den Leidenden zu helfen und nicht die Reichen zu unterstützen; die wirtschaftlich Schwachen müßten vor Ausbeutung geschützt werden. ( polit-ökonomische Gerechtigkeitsforderung )
  • Gewaltanwendung solle möglichst vermieden werden. ( Pazifismus )

Im folgenden Teil möchte ich diese politische Konzeption des Kritischen Rationalismus, gegliedert nach einigen Problemkreisen, kommentieren.

Wissenschaft und Politik ( oder Theorie und Praxis )

Wie oben erwähnt, gibt es für den Kritischen Rationalismus laut Albert keinen Bereich menschlichen Lebens, wo seine Problemlösungsmethode der kritischen Prüfung nicht anwendbar ist. Viele Kritiker weisen jedoch darauf hin, daß diese Methode auf vielen Gebieten nicht so ohne weiteres anwendbar ist, so z.B. in der Politik.Das Politikkonzept des Kritischen Rationalismus scheint solchen Kritikern ziemlich unrealistisch zu sein, weil das wissenschaftliche Ideal, >der Wahrheit näher zu kommen<, in den meisten Diskussionen der sozialen Praxis keine wichtige Rolle spiele. In der Politik gehe es vielmehr überwiegend um die Abwägung und Durchsetzung von Interessen. So gesehen hat die „freie Kritik“ in sozialen Angelegenheiten, wo es nicht um Wahrheitsfindung, sondern um Interessendurchsetzung geht, nicht die gleiche Funktion wie in der Wissenschaft.

Wie schon erwähnt, hat Hans Albert die Methode der kritischen Prüfung auf die gesamte menschliche Praxis übertragen. Sie ist, nach Albert, der „Entwurf einer Lebensweise, einer sozialen Praxis„. Albert hat damit gemeint, daß es im Leben eigentlich viel mehr kognitive Elemente gibt, die als Grundlage des alltäglichen Lebens, des Werturteils und der Bewertung dienen können, als man meistens glaubt. Werturteile oder Entscheidungen gehören nicht gänzlich zur willkürlichen, emotionalen Bereich. Politik ist zwar nicht immer rational, aber sie kann rational gestaltet werden, und solange sie rational gestaltet ist, kann man diese Politik gegenüber den Machthabern viel leichter kontrollieren, als eine Politik, die sich auf rein emotionale Prinzipien beruft. Wenn man übrigens die Ideengeschichte betrachtet, hat eine Politik der letzteren Art sich in der Geschichte oft als bloßer Deckmantel für totalitäre, diktatorische Herrschaft erwiesen.

Wir haben gesehen, daß es in der Politikkonzeption des Kritischen Rationalismus nicht primär um bestimmte politische Ziele geht, die ja im Lauf der Zeit überholt oder irrelevant werden, sondern um eine Methode, die der Politik rationalen Charakter verleiht. In diesem Sinne hat eine solche rationale Methode mit tatsächlichen ( empirischen ) Aktivitäten oder der menschlichen Psyche eigentlich nichts zu tun. Gewissermaßen kann man diese Methode in Analogie zur Logik verstehen.

Logik an sich sollte nicht als „unrealistisch“ oder „überflüssig“ betrachtet werden, nur weil die Menschen in Wirklichkeit nicht immer und nicht ganz logisch denken, oder sich logisch verhalten. Meine Freundin meinte so in etwa : eine Methode, sei sie kritisch- rational, sei sie willkürlich-emotional, kann weder falsch noch wahr sein.

Es gibt nur erfolgreiche und gescheiterte Methoden. Und um dies zu beurteilen, braucht man Kriterien, womit man den Erfolg und Mißerfolg einer Methode abwägen kann. Mit anderen Worten :

es genügt nicht, wenn man nur soziale Ordnungen, institutionelle Vorkehrungen und politische Maßnahmen als Problemlösungen auffassen wollte, die selbst prinzipiell >Hypothesen<-Charakter haben, denn es geht ja gerade um die Widerlegung, Revision und Bewährung solcher >Hypothesen<. Vielmehr sind Kriterien für die Bewährung politischer >Hypothesen< notwendig.

Bei Popper steht : Es ist zwar richtig, daß wir in der Politikkonzeption des Kritischen Rationalismus nur wenige konkrete, detaillierte Wertgesichtspunkte finden können. Maximierung individueller Freiheit, Priorität der Beseitigung dringlichster sozialer übel, polit-ökonomischen Gerechtigkeitsanspruch oder die Unterlassung der Gewaltanwendung – in solchen Vorstellungen Poppers kann man doch immerhin solche Kriterien erkennen. Sie sind aber vielleicht für die Abwägung verschiedener politischer Problemlösungen nicht zureichend, weshalb wir weitere Wertgesichtspunkte herausarbeiten müssen. Außerdem sollten sie keineswegs dogmatisiert werden, denn es gibt ja Fälle, in denen man die individuelle Freiheit im Interesse sozialer Gerechtigkeit beschränken muß. So ist eine stets neue Wertdiskussion auf sachlicher Grundlage notwendig. Sie ist sogar eine Voraussetzung für eine rationale Politik. Ohne sie scheint mir die politische Philosophie des Kritischen Rationalismus zu einer Rationalität zu führen, die zur Selbstzweck wird; mit anderen Worten: zur totalen Technokratie, der „stahlharten Gehäuse der Hörigkeit„. ( Karl Popper )

Zum anderen gingen wir der Frage nach, inwieweit der politische Mensch die Dinge durchschauen kann. Sehr viele – wenn nicht sogar die meisten – Mißstände des sozialen Lebens sind nichts anderes als beabsichtigte, relativ leicht vorhersehbare und kontrollierbare Konsequenzen institutioneller Regelungen und Gesetze.Die Fähigkeit die Dinge auf Sinn und Zweck zu prüfen, den kritischen Augenschein auf mediale Propagandaformen, scheinen der Mehrheit der Bevölkerung nicht möglich zu sein. Was gemeint ist, ist eine Art Zweckanalyse und die sich anschließende Kritik. Wissenschaft kann das nicht ersetzen. Wer von der Wissenschaft, seinen Protagonisten, und von denen der Politik erwartet, daß sie an unser aller Stelle richtige Entscheidungen treffen und automatisch unsere Lebensqualität verbessern kann, ist nicht nur utopisch sondern auch unkreativ.

Die reine Wissenschaft „sagt uns nicht, daß wir irgendeine der in Frage kommenden Möglichkeiten realisieren sollen, sie schreibt uns also nicht unsere Entscheidung vor. … Die Notwendigkeiten des Handelns gehen stets über das hinaus, was uns die Erkenntnis liefern kann„.

Ich stellte meinerseits die Frage, ob es nicht richtig sei, daß hinsichtlich komplizierter polit-ökonomischer Fragen die meisten Menschen Laien sind und nur wenige Spezialisten dafür Kompetenz besitzen.

Darauf ihre Antwort:  „Wenn man hier aber >Rationalität< im Sinne von Effizienz oder Konsistenz durchsetzen will, muß man von der Demokratie Abschied nehmen, denn ein ‚rationales‘ politisches System im Sinne der Befolgung einer konsistenten Leitlinie kann nur ein vollkommen diktatorisches System sein. Sozialwissenschaftler können nur ‚Vermittler‘ sein: Einerseits müssen sie, zumindest neben ihren eigenen Forschungen, versuchen, statt der Nachbetrachtung eine Vorherorientierung zu akutuellen politischen Fragen zu geben. Andererseits haben sie auch die Aufgabe, komplizierte soziale Probleme für jedermann verständlich zu machen und das öffentliche Bewußtsein zu erhellen. Kurz – aufzuklären.

Popper sieht das in seinen Schriften so :

Bekanntlich in allem menschlichen und tierischen Verhalten, sogar von Amöben, besteht das Prinzip der Problemlösung, der Methode von ‚Versuch und Irrtum‚. kann es durchaus zweckmäßig sein, zunächst verschiedene Arten von Problemen etwas zu differenzieren.

  1. Im alltäglichen Leben hat man immer der Umwelt oder der Außenwelt gegenüber eine Vorstellung, wie sie sein soll. Diese Vorstellung ist normalerweise von der Realität entfernt. Ernst Topitsch sieht mit Recht im Versuch Realitätsdruck zu erleichtern eine Ursache der Illusionsbildung. ( 20 ) Doch kann man nicht leugnen, daß gerade die Diskrepanz zwischen Realität und Idealvorstellung soziales Geschehen als „Problem“ bewußt macht. Sonst würden „die Armut, das Analphabetentum, die politische Unterdrückung und die Rechtsunsicherheit“ ( 21 ) nie als „Problem“ auftauchen. Gegenstand solchen Problembewußtseins ist die Umwelt oder die Realität; und die Lösung wird nach der Vorstellung des Handelnden als richtig oder falsch bewertet. Allerdings besteht hier die eigentliche Gefahr der Ideologisierung – falsch sei nicht die Idee, sondern die Wirklichkeit !
  2. Ein „Problem“ kann auch unabhängig von der Wirklichkeit auftauchen, wenn man z.B. ein konsequentes logisches System aufbauen will. Solange dieses System vage oder noch nicht vollkommen ist, muß man fehlende Teile ergänzen, um das Ganze perfekt zu machen. Diese Aufgabe ist auch ein „Problem“. Der Maßstab, nach dem die Antwort zu dieser Problem gemessen wird, ist die Konsistenz des gesamten theoretischen Systems. ( theoretische Wissenschaft )
  3. Wenn man z.B. die Struktur der Gesellschaft untersucht und darüber eine Erklärung ( Theorie im weiteren Sinne ) haben will, kann auch ein „Problem“ auftauchen, falls die „Theorie“ durch sachliche Kritik oder eine neue Entdeckung der Widerlegung ausgesetzt wird. Dabei soll das Kriterium, wonach eine Lösung bewertet wird, die Entsprechung der Theorie mit den Tatsachen sein. ( empirische Wissenschaft )
  4. In Prüfungen an der Universität oder in der Schule wird auch ein „Problem“ gestellt. Ein Problem in diesem Sinne liegt vor, wenn gewisse Teile eines logischen Systems, einer Theorie oder eines Wissenssystems für bestimmte Leute „versteckt“ bleiben und die Aufdeckung richtiger Teile verlangt wird. Ein solches Problem kann man mit recht als „Rätsel“ ( puzzle oder quiz )  bezeichnen. Das Kriterium ist natürlich die Entsprechung der Antwort mit den versteckten Teilen. ( Puzzle oder sogenannte „normale Wissenschaft“ )

Wie dem auch sei, es gibt hinsichtlich der formalen Struktur keinen Unterschied zwischen erklärenden und praxis-orientierten Wissenschaften. Die Wissenschaft dient oft nicht in unabdingbarer Weise dem Menschen, oft nur manchen Menschen ( wie z.B.die derzeitige Politik den Reichen dient ) .

Andererseits aber sind Menschen stets geneigt sich dem Mainstream anzupassen, also an das, was als „richtig“ oder „falsch“ proklamiert wird – von der Masse der Herde. Gleichzeitig zum Mainstream-Verhalten entsteht ein Paradigma sozialen Verhaltens. Kant sprach einmal von <Kritischer Vernunft>, die der Mensch lernen, ja üben muß; trotz seiner angeborenen Bequemlichkeit. Oft ersetzen die Fernseher, und was dort gespielt wird, das rationale Denken.

Poppers Formel zum kritischen Denken ( Kritischer Rationalismus ) :

P 1 –> VT –> FE –>P 2

P: Problem
VT: vorläufige Theorie
FE: Fehlerelimination

In den Sozialwissenschaften sollte dieses Schema etwas anders aussehen :

Ü 1 –> VL –> ÜE –> Ü 2

Ü 1: ein zu beseitigendes Übel,
VL: vorläufige Lösungshypothese,
ÜE: die Anwendung der Hypothese (Übeleliminierung) und
Ü 2: der Auftritt eines neuen Übelstandes als unerwartete Wirkung.

Peter Christian Nowak
Redaktion: ! Tacheles – Im Namen des Volkes ?!
OK-Ludwigshafen Fernsehen. Tel. 0176 520 800 50

weiteres zum Nachdenken :

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Damals, im antiken Rom unterhielten sich einmal zwei Senatoren.

Der eine : Es ist ärgerlich, wenn ein Sklave entläuft. Wir sollten daher ein Gesetz einführen, damit jeder Sklave ein farbiges Armband tragen muß.”

Der andere : Das halte ich für keine so gute Idee.

Aber warum denn nicht ?”; fragte der andere Senator darauf.

“Wenn sie erst einmal merken, wie viele sie sind, sind es die längste Zeit unsere Sklaven gewesen !”

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Stand up or follow.
Get active or follow.
To be herd…or HEARD !

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Bildnachweis – Thomas Dietzthomasdietz.commeinensenfdazu.blogspot.com

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