Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung – Sklaven als Wirtschaftsfaktor ?!

Humankapital

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Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit, Leiharbeit, Personalleasing – all dies sind Synonyme, die eine Arbeitsform bezeichnen, die sich in einem wesentlichen Punkt von einem „Normal“ oder „Standard-Arbeitsverhältnis“ unterscheidet. Während ein Normalarbeitsverhältnis als Beziehung zweier Parteien ( Arbeitnehmer und Betrieb ) aufgefaßt werden kann, bei der Arbeits- und Beschäftigungsverhältnis zusammenfallen, handelt es sich bei der Arbeitnehmerüberlassung um ein trilaterales Konzept ( Verleiher Arbeitnehmer und Entleihe ), bei dem Arbeits- und Beschäftigungsverhältnis auseinanderfallen.Kurz und Salop ausgedrückt – Sklaven als Wirtschaftsfaktor !

Gesetzlich geregelt ist die Arbeitnehmerüberlassung im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ( AÜG ) von 1972. Der Gesetzgeber hat Leiharbeit in erster Linie deshalb zugelassen, weil er sich von ihr „Fristtransformations – potentiale“ erhoffte.Demnach sollen mehrere befristete Einsätze bei Entleihbetrieben in ein unbefristetes, zumindest aber längerfristiges Beschäftigungsverhältnis beim Verleihunternehmen einmünden. Wieder einmal ein kontroverses Wort der deutschen Sprache.

Der Verweis der AüGRi auf § 1 des Gesetzes zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung ( AÜG ) legt die Vermutung nahe, daß sich die Fördermaßnahme in erster Linie an bestehende gewerbsmäßige Gesellschaften richten sollte. Allerdings räumt § 3 der Richtlinien die Möglichkeit ein, daß auch anerkannt „gemein“nützige Zwecke verfolgende rechtsfähige Personenvereinigungen und Kapitalgesellschaften, die Arbeitnehmerüberlassung unter Erfüllung des geforderten Schwervermittelbarenanteils betreiben, für eine Förderung in Frage kommen. Da zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Richtlinien in Deutschland kaum gAÜG existierten, führten die Richtlinien zu einer raschen Expansion der gAÜ, die sich sowohl in Neugründungen von Gesellschaften als auch Erweiterungen des Geschäftsfelds bereits bestehender „gemein“nütziger Organisationen niederschlug.

Was sind also Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaften ?

Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaften sind Leihfirmen, die Arbeitskräfte an Firmen ausleihen und horrende Summen dafür kassieren .Die Arbeitskräfte aber selbst werden mit einem Apfel und einem Stück Brot abgespeist.

Was ist also gemeinnützige Gesellschaften  ?

„Gemein“nützige Gesellschaften sind private oder öffentliche, nicht auf Gewinn ausgerichtete Unternehmen, die gemeinnützige, mildtätige und/oder kirchliche Zwecke verfolgen und die steuerliche Vergünstigungen erhalten oder ganz von der Steuer befreit sind ( steuerlich unschädliche Geschäftsbetriebe ). – Kurz ausgedrückt – Zum Wohle der Gemeinschaft ohne Profit eines Einzelnen……..

Doch wie gemein ist dieser Nutzen und gegen wen richtet sich diese Gemeinheit ? Wird der Nutzen der Gemeinheit gerecht oder bleibt ein bitterer Nachgeschmack ? Wie nützlich muss etwas sein um Gemeinheiten zu rechtfertigen oder wie gemein um einen Nutzen daraus ziehen zu können ?

Fragen über Fragen, ob diese wohl eher gemeinnützig oder eigennützig sind ?

Gemeinnützig ist somit ein Kunstwort aus Gemein und Unnützigkeit, damit ist alles gesagt. Das sollten sich alle mal merkeln 😛

Für das Bundesland Rheinland Pfalz zum Beispiel im einzelnen genannte gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassungen :

  • Gabis GmbH in Speyer
  • GeBeGe – Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft mbH in Ludwigshafen
  • ZAB – Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung in Frankenthal
  • GfA – Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsmarktförderung mbH in Simmern
  • Büs – Bürgerservice gGmbH in Trier
  • Club Aktiv gGmbH in Trier
  • BEST gGmbH in Boppard
  • AS – Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaft mbH in Koblenz.

Als zentrales Ergebnis kann festgehalten werden, daß der gAÜ trotz ihrer niedrigen absoluten Wiedereingliederungsquote – ein geringer Erfolg bei der Reintegration von Problemgruppen in den ersten Arbeitsmarkt zugestanden werden kann.Was aber nicht darüber hinwegtäuschen soll ,das es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist ! Bezahlt von Steuergeldern , in arbeit stehender Bürger !

Mein Abschliessendes Fazit :

Der Anteil an Missbrauch, Betrug und Selbstbetrug dürfte in „gemein“nützigen Unternehmen um ein Vielfaches höher sein als in offen profitorientierten Unternehmen.

Und um es wie die Punk-Rock-Band Ton Steine Scherben so schön formulierte , zu schreiben :

Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich ?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich !
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich ?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich !

Ich verkauf dir meine Hände, ich verkauf dir meinen Kopf.
Ich versprech dir, nicht viel zu denken, und ich schau dir nicht in deinen Topf.
Für mich bist du der Engel, der uns Armen Arbeit gibt.
Ohne dich wär ich verhungert, ich bin froh, daß es dich gibt.

Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich ?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich !
Sklavenhändler, geh zum Telefon.
Hörst du nicht, es klingelt schon.

Und wenn ich sieben fuffzich verdiene, geb ich dir drei fuffzich ab.
Ich brauch nur was zu essen und vielleicht ein bißchen Schnaps.
Ich brauch überhaupt nicht viel Geld, denn ich bin ein schlechter Mensch.
Ich hab mein ganzes Leben nichts gelernt, außer daß man besser die Fresse hält.

Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich ?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich !
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich ?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich !

Sklavenhändler – Ton Steine Scherben

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