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Mobbing – VW und seine Opfer oder vom Täter zum Wohltäter ?!

Heute berichten wir über das Thema Mobbing und über einen Leserbrief eines Bürgers der einiges los werden möchte – Mobbing am Arbeitsplatz ist in der Bundesrepublik Deutschland immer noch kein Straftatbestand! Einzelne Mobbinghandlungen sind jedoch strafbar und können auch zur Anzeige gebracht werden. Problematisch ist jedoch immer der konkrete Nachweis des Mobbings, da die Mobber versuchen, ihre Handlungen zu verschleiern. Im Falle eines Strafverfahrens werden viele Mobber daher nicht verurteilt und können danach ungestört weiter mobben.Und nun zu dem Leserbrief über den Konzern VW , Porsche und die Vergangenheit ….

Herr Reinhard S. schrieb : Mobbing kann zum Tod führen.

Mein Kollege Jupp von VW und seine Frau sind beide tot. Sie haben sich totgesoffen. Auf dem Lande aber auch in der Stadt kann Mobbing schnell zur Isolierung, zum Aussätzigen führen. Soziale Deprivation ist nachweislich ein Mittel der Folter. So werden Gefangene in Isolierhaft schnell verrückt. Das habe ich mal bei Arbeiten im Knast Wolfenbüttel erleben können, wie einer in der Isolierzelle durchdrehte nach 10 Tagen.
Jupp ärgerte sich zu seinen Lebzeiten und noch bei VW in WOB tätig, ständig über die Betriebsrätin Erika Stets. Dieses Frau ist Mobbingbeauftragte für VW, also die Adresse für Mobbingfälle bei VW.

Im verflossenen Forum griff ich diese Sache bereits einmnal auf. Sie prahlt nun damit, wie sie erfolgreich dafür gesorgt hätte, daß bei VW – Mobbing kein Thema mehr ist.Wäre dem so, gäbe es auch keinen Anlass hier das Thema aufzugreifen, man wäre zufrieden, die Mobbingopfer entschädigt und alles ginge seinen normalen Gang. Doch diese Tage steckte mir so ein Parteigänger dieses Clubs die tiefsinnige Erklärung zu, Mobbing, bzw. der Entzug der Arbeit, sei nowendig um von VW, Störer fernzuhalten. Deswegen hätten Betriebsräte im Sinne der Mitbestimmung auch entscheiden müssen, wer bei VW arbeiten darf oder nicht. Er selber hätte auch Störer ferngehalten. In der Zeit Anfang der 70er, als mit den sogenannten Unvereinbarkeitsbeschlüssen massenweise Kollegen aus der Gewerkschaft und den Betrieben gesäubert wurden, da war auch die Zeit von Neue Heimat, COOP und dergleichen.

D.h. die Herren Gewerkschaftsfunktionäre auf den diversen Posten hoch über den Hallen waren besoffen vor Macht. In der Zeit war auch ich Gewerkschaftsfunktionär und wir hatten einen Beschluß nie über den gewählten Funktionär zu gehen um nicht den Kontakt zur Basis zu verlieren.Trotzdem belaberten mich diese Herren, ich solle zur Arbeiterakademie nach Frankfurt gehen und Bonze lernen, was ich ablehnte. Die Folge dieser Affären und des Machtbesäufnisses können wir nun diese Tage erleben mit dem berühmten Klaus Volkert & Co von VW. Hoch gestiegen, tief gefallen.

Wenn die Kollegin Erika Stets heute nun sich rühmt, dafür gesorgt zu haben, bei VW das Mobbing zu lindern, klingt das wie ein Hohn angesichts der aufgeführten und selbst erlebten Tatsachen. Zwischen Priester und Henker ist es kein großer Schritt und offensichtlich angesichts der nun so vielen Skandale in letzter Zeit, die sich wie eine Lawine vor den Schranken des Gerichts ergossen haben, sieht man sich gezwungen sich vom Täter zum Wohltäter zu mutieren.

Wir dürfen nicht vergessen, der Skandal um die NEUE HEIMAT und dergleichen hat eine Million Kollegen dazu bewogen mit den Füßen abzustimmen. Wir haben heute eine Hungerlohndebatte. Die BRD ist zu einem Hungerlohnparadies geworden.Das Gezank um den Katzentisch von VW und Porsche in der neuen Holding ist Ausdruck dafür, wie sogar das Betriebsverfassungsgesetz mittels der EU ausgehebelt wird zu Gunsten der Porsches.In Gutsherrenmanier stolziert der Mehrheitsaktionär durch die Hallen und befielt die Arbeiter ins Körbchen, in einem Betrieb, der vom Geld der Kollegen aufgebaut wurde. So weit ist es wieder gekommen ! Aber schlimmer noch, Porsche entging nach dem Kriege dem Galgen beim Kriegsverbrechertribunal in Nürnberg. Porsche bediente sich massiv polnischer Zwangsarbeiter. Doch diese erbärmlichen Menschen haben ausser einige lumpige € niemals eine Rente gesehen für ihre Schinderei bei VW. So erdreistet sich nun VW an das Museum des ehemaligen KZ Auschwitz ein Auto zu spenden und dort seine Jungmanager zu sensibiliseren für die Vergangenheit. In Wolfsburg war auch ein KZ in dem Porsche seine Arbeitskräfte rekrutierte. Dafür steht heute noch in Wolfsburg ein Denkmal von Porsche.

Derartige Vergangenheitsbewältigung ist eine Schande und für jedem anständigen Menschen eine Zumutung. Es bleibt zu hoffen, das den Menschen Gerechtigkeit bei VW wiederfahren möge, die Opfer solcher Scheußlichkeiten geworden sind.Die Menschenführungsphilosophie ist bei VW niemals weggekommen vom Prinzip Herr und Hund, das zeigt sich auch in vielen ausländischen Werken, wie zum Beispiel in Brasilien oder Südafrika. In Uitenhage wurden 10 000 Kollegen entlassen weil sie für mehr Geld streikten. Nun wurde kurzerhand die Produktion des Rechtslenkers nach Wolfsburg verlagert. In Zaragoza knüppelten die Schergen Frankos die VW-Arbeiter zusammen bei einem Streik. Und in Schanghai sitzt unser Kollege Wang Miaogen in psychiatrischer Haft. Dafür spendet VW 6000 Autos wegen Olympia an das Regime .

Man sieht also, was hinter der Schminke dieses Konzerns steckt.

gez. Reinhard S.

Eine Antwort

  1. [...] Mobbing – VW und seine Opfer oder vom Täter zum Wohltäter ?! (via newslick) http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2182/artid/8893702 VW-Krankenkasse heißt “Auto BKK” Nach Trennung von der Deutschen BKK steht neuer Name fest – Sieben Filialleiter verlassen Deutsche BKK Von Andreas Schweiger WOLFSBURG. VW treibt den Aufbau einer eigenen Betriebskrankenkasse voran. Nach der Trennung von der Deutschen BKK hat sich die neue Kasse, die ab Montag unter dem Namen Auto BKK firmiert, ehrgeizige Ziele gesteckt. Die Pläne, dass VW aus der Deutschen BKK aussteigen will, waren im Juni bekannt geworden. Neben VW sind die Post und die Telekom die großen Trägerunternehmen der Deutschen BKK. VW begründete den Ausstieg damit, dass der Konzern seine Gesundheitsprogramme für die eigene Belegschaft maßschneidern will. “Wir haben nie eine offizielle Begründung bekommen”, sagte Lydia Krüger, Sprecherin der Deutschen BKK, unserer Zeitung. Hinter den Kulissen brodelt es. Für Unmut hat auch gesorgt, dass sieben Filialleiter der Deutschen BKK gekündigt haben, um zur Auto BKK zu wechseln. Betroffen sind alle Filialen an VW-Standorten – mit Ausnahme Salzgitters. “Uns hat der Zeitpunkt überrascht, wir sind traurig”, sagte Krüger. Doch sei der Schritt zu erwarten gewesen. Und es dürften noch mehr Beschäftigte die Deutsche BKK verlassen. “Es wird sich eine ganze Reihe von Mitarbeitern Gedanken darüber machen, wo sie beschäftigt sein wollen”, sagte Ralf Sjuts, Chef der neuen Auto BKK. Aus einem internen Protokoll, das unserer Zeitung vorliegt, geht hervor, dass die Auto BKK bis zum 1. November 89 Beschäftigte sucht. Langfristig sogar 300 bis 400. Auch bei den Mitgliederzahlen ist die Auto BKK laut Protokoll ehrgeizig. Bis 1. Mai nächsten Jahres will die Kasse 150 000 Mitglieder gewinnen. Darunter sind 80 000 VW-Mitarbeiter, die derzeit noch bei der Deutschen BKK versichert sind. Sjuts sagte, dass die Auto BKK die Leistungen verbessern will. Beispiele nannte er nicht. Es liegt auf der Hand, dass mit diesen Angeboten, die Wechselbereitschaft der Versicherten erhöht werden soll. “Der Mitgliederwechsel ist ein echter Einschnitt für die Deutsche BKK”, sagte Lydia Krüger. Durch die Fusion mit der Gothaer Versicherung soll der Mitgliederverlust zumindest zum Teil aufgefangen werden. Die Kasse prüft noch weitere Fusionen. “Es gibt andere hübsche Söhne und Töchter, wir sind in Gesprächen mit möglichen Partnern”, sagte Krüger, ohne Namen zu nennen. Die BKK Salzgitter, die die Arbeitnehmer der Salzgitter AG versichert, schließt eine Fusion mit der Deutschen BKK aus. “Das ist kein Thema, weil die Strukturen nicht zusammenpassen”, sagte Werner Weiß, Vorstand der BKK Salzgitter. Samstag, 09.08.2008 (via waz-online) http://www.waz-online.de/newsroom/wirtschaft/dezentral/politik/art3713,656695?_FRAME=33# VW-Krankenkasse heißt Auto-BKK Chef Ralf Sjuts: Standort bald in der City (ke) Jetzt steht es fest: Die neue VW-Krankenkasse heißt bald „Auto BKK“. Nach dem Rückzug von Volkswagen aus der Deutschen BKK will die eigenständige Kasse unter Leitung von Ralf Sjuts in der City ihren Sitz eröffnen. Sieben Filialleiter der Deutschen BKK sind schon zur Auto BKK gewechselt. Mit 89 Mitarbeitern will die neue Auto BKK starten – derzeit werden noch Angestellte gesucht. Ralf Sjuts, der bei der Deutschen BKK ausstieg und jetzt Chef der Auto-BKK ist, bestätigte der WAZ: „Sieben Filialleiter der Deutschen BKK haben gekündigt und werden künftig bei uns beschäftigt sein.“ Lydia Krüger, Pressesprecherin der Deutschen BKK, befürchtet, dass auch weitere Mitarbeiter wechseln wollen. Mit welchen Angeboten die Auto BKK VW-Mitarbeiter zu einem Versicherungswechsel bewegen will, dazu will sich Sjuts noch nicht äußern – nur so viel: Der jetzige Standort an der Sudammsbreite sei nur eine Übergangslösung, der Sitz werde direkt in die Wolfsburger City verlagert. Unterdessen bereitet sich die Deutsche BKK auf den härteren Wettbewerb vor. „Wir haben ohnehin gute Leistungen und werden versuchen, die VW-Mitarbeiter mit speziellen Programmen zu halten“, so Krüger. Denn: Falls doch viele Versicherte wechselten, dann müsse bei der Deutschen BKK langfristig auch über die Reduzierung der derzeit 1400 Mitarbeiter nachgedacht werden. Geschrieben von root in sonstiges um 07:16 | Kommentare (0) | Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: auto bkk, auto-bkk, bkk, mobbing, sonstiges, volkswangenArtikel mit ähnlichen Themen: BAG Az. 8 AZR 347/07: Selbstmord bei Mobbing erst kausal beweisen Reputation Management – erfolgreiche Werbung im Internet Mobbing Schule – ein neuer Film Glückwünsche – meine besten Glückwünsche zur Geburt VW-Gesetz – Hilfe meine Macht schwindet< BAG Az. 8 AZR 347/07: Selbstmord bei Mobbing erst kausal beweisen Trackbacks Trackback für spezifische URI dieses Eintrags Keine Trackbacks Kommentare Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt) Noch keine Kommentare Kommentar schreiben [...]

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